dedicada
Diese Abteilung ist argentinischen Ereignissen und Personen sowie bedeutenden Deutschen in Argentinien gewidmet.
Argentinische Friedensnobelpreisträger
Von all denjenigen, die sich für den Frieden eingesetzt haben und einsetzen, möchten wir heute zwei mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete Argentinier hervorheben: Außenminister Carlos Saavedra Lamas (1936) und Bildhauer und Architekt Adolfo Pérez Esquivel (1980).

Adolfo Pérez Esquivel Carlos Saavedra Lamas
(26.11.1931-) (01.11.1878-05.05.1959)
Dr. Saavedra Lamas war maßgeblich an der Beendigung des Chaco-Krieges (1932-1935) zwischen Bolivien und Paraguay beteiligt. Neben anderen friedenstiftenden Aktivitäten verdient der "Saavedra Lamas - Antikriegspakt" Erwähnung, der heute den Status eines internationales Rechtsinstruments hat.
Der Pazifist Pérez Esquivel erwies sich seinerseits als ein großer Verfechter der Menschenrechte in Ibero-Amerika.
Diese Botschaft nutzt den Internationalen Friedenstag (21. September) um diesen beiden Landsleuten zu gedenken und um allen, die sich auf der ganzen Welt für den Frieden einsetzen, unsere Bewunderung und Unterstützung auszusprechen.
Tag des Lehrers - 11. September
Domingo F. Sarmiento war ein großer argentinischer Erzieher, Lehrer, Pädagoge, Journalist und Staatsmann, berühmt wegen der Förderung der Bildung in der Republik Argentinien.

Domingo Faustino Sarmiento
(14.02.1811-11.09.1888)
Er war Präsident zwischen 1868 und 1874 und wird in Argentinien als "der Lehrer" par excellence angesehen. Als Gedenken an den Tag, an dem er uns für immer verliess, wird in unserem Land der Tag des Lehrers begangen.
Herzlichen Glückwunsch allen Lehrern an ihrem Tag!
Tag des Einwanderers - 4. September
"Die Mexikaner kommen von den Azteken, die Peruaner kommen von den Inkas, und die Argentinier kommen von den... Schiffen." Dieser Spruch zeigt die Bedeutung der Einwanderung für die Geschichte Argentiniens: Millionen Menschen aus fernen Ländern, die sich mit den Einheimischen vermischten und zusammen der Republik Argentinien das typische "Rassenschmelztopf"-Gepräge verliehen.

Einwanderer kommen am Hafen von Buenos Aires an (links), viele von ihnen übernachteten im "Hotel de los Inmigrantes" (Hotel der Einwanderer, rechts). Fotos: Kalipedia und Nationales Generalarchiv.
Nationalmuseum der Einwanderung -spanische Version-
Es ist zu vermerken, dass Argentinien unter den Einwanderländern ein Sonderfall war: da die vorhandene Bevölkerung verhältnismäßig niedrig war (1.700.000 Einwohner 1869) hatte die Einwanderung eine enorme Wirkung: zwischen 1850 und 1950 strömten über 6 Millionen Einwanderer ins Land, von denen mehr als die Hälfte blieben; zwischen 1914 und 1930 waren etwa 25% der Bevölkerung Argentiniens Ausländer.

Darstellung der Einwander nach Argentinien, 1895-1946.
Quelle: www.argentina.gov.ar
Es gab auch germanische Einwanderung, die damals u. a. (entsprechend Aufzeichnungen) Wolgadeutsche, deutsche Juden, Mennoniten und Deutschschweizer einschloss. Heute sind über 7% der Argentinier germanischer Herkunft, vor allem Nachfahren von Wolgadeutschen (die in den Aufzeichnungen als "Russen" normalerweise erscheinen, da sie mit russischen Pässen einreisten).

Fotos: Argentinische Vereinigung von Nachfahren von Wolgadeutschen (Asociación Argentina de Descendientes de Alemanes del Volga).
In mehreren Städten Argentiniens wird am 4. September der Tag des Einwanderers gefeiert. Eine der bekanntesten Feierlichkeiten ist die Nationalfeier des Einwanderers von Oberá (Provinz Misiones), bei der sich in der ersten Septemberhälfte die herrliche Vielfalt ihrer Nationalgemeinschaften entfaltet, die ihre typischen Häuser, Gerichte, Trachten, Musik und Kunstgewerbe vorstellen.

Deutsche, Japaner, Ukrainer, Syrer und Libanesen und viele Andere...
Fotos: Fiesta Nacional del Inmigrante.

Heute noch kommen Einwanderer nach Argentinien, sie folgen der Einladung "an allen Menschen der Welt die argentinischen Boden bewohnen wollen..." (Vorwort zur Verfassung der Argentinischen Nation).
Es war am 1. September 1891...
... als Juan Vucetich in der Polizei der Provinz Buenos Aires das erste Identifizierungsverfahren der Welt durch Fingerabdrücke einsetzte.

Juan Vucetich (20.07.1858-25.01.1925) und sein Fingerabdruckverfahren.
Juan Vucetich, kroatischer Herkunft, errang großes Ansehen aufgrund der Effektivität sines Fingerabdruckverfahrens bei der Personenidentifizierung und beim Kampf gegen das Verbrechen. Auf sein Ersuchen wurden in Argentinien das Büro für anthropometrische Identifizierung und das Daktyloskopiezentrum (dessen Direktor Vucetich wurde) geschaffen.
Mit diesem einfachen Artikel beehrt sich die Botschaft Argentiniens, den Freunden in Deutschland über einen weiteren großen Argentinier zu berichten.
Gedenken an Ceferino

Ceferino Namuncurá (26.08.1886 - 11.05.1905)
Er wurde liebevoll "Der kleine Heilige der Tolderías (Indianerzelte)" genannt und in Argentinien wissen alle, wer er war. Ceferino war ein salesianischer Laie, Sohn des Häuptlings Namuncurá und Enkel des Häuptlings Calfucurá, vom großen Mapuche-Indianerstamm. Von klein an wollte er studieren, um später die Seinigen zu lehren. Er besuchte die salesianische Schule Pío IX., wo er Schulkamerad und Freund des unvergesslichen Tangosängers Carlos Gardel war.
Ceferino spürte die religiöse Berufung und reiste nach Rom, wo er weiter studierte und wo er sogar von Papst Pius X. empfangen wurde. Nach jahrelangem Kampf gegen die Tuberkulose erlag Ceferino dieser Krankheit in jungem Alter. Seitdem wurde er in ganz Argentinien wegen seines frommen und beispielhaften Lebens verehrt.

In seinem Geburtsmonat wollen wir dem "heiligen kleinen Indianer", der 2007 von der Katholischen Kirche selig ausgesprochen wurde, gedenken.
17. August - Ableben von San Martín
An jedem 17. August wird General José de San Martín gedacht, dem Vater des Vaterlandes und größten argentinischen Nationalhelden.

José de San Martín (25.02.1778-17.08.1850),
Befreier von Argentinien, Chile und Peru.
Durch die heldenhafte Überquerung der Anden-Kordillere an der Spitze einer Befreiungsarmee war dieser große Patriot ein Urheber der hispanoamerikanischen Unabhängigkeit, sowie der Führer einer der größten ruhmreichen Militärkämpfe der Geschichte.

"Überquerung der Anden", Ölmalerei von Pedro Maggi im INS.
Zu Ehren von San Martín, der ein Beispiel für bürgerliche und patriotische Tugenden war, gedenkt die Botschaft diesem argentinischen Helden in Deutschland.
Tag der Pachamama ("Mutter Erde")
Von den verschiedenen Mythen des Andenraums, die bis heute überlebt haben, ist der bekannteste der Glaube an die Pachamama ("Mutter Erde"). Am 1. August wird die Pachamama "ernährt", indem man für sie im Rahmen großer Festlichkeiten einen Topf voller köstlicher Speisen im Boden vergräbt.

Imagen: www.argentina.ar
In verschiedenen Teilen des Nordwesten Argentiniens wird die Mutter Erde mit überlieferten Ritualen, Festlichkeiten, Tanz, Musik und besonderen Speisen geehrt. Möchten Sie eine einzigartige Möglichkeit erleben und eine der traditionellsten Nationalfeierlichkeiten bewundern?
Klicken Sie hier -englische Fassung-!
Burmeister und seine deutschen Wissenschaftler
Unter den Deutschen, die im 19. Jahrhundert nach Argentinien kamen gab es bedeutende Wissenschaftler, die anfingen, die Realitäten des jungen Landes zu erforschen und zu dokumentieren. Einer von ihnen war Karl Hermann Konrad (oder Carlos Germán Conrado) Burmeister, der sich als Naturwissenschaftler schon in Deutschland einen Namen gemacht hatte und der Kontakte mit dem berühmten Alexander von Humboldt unterhielt. Dieser setzte sich dafür ein, damit Burmeister zwei Forschungsreisen nach Amerika antreten konnte, zuerst nach Brasilien (1850-1852) und dann nach Argentinien (1857-1859).

Karl Hermann Konrad (oder Carlos Germán Conrado) Burmeister,
deutscher Naturwissenschaftler, Paläonthologe und Zoologe
(05.01.1807-02.05.1892)
Burmeister sollte 1862 nach Argentinien zurückkehren und diesmal für immer dort bleiben. Der damalige Präsident Mitre und der Minister (und spätere Präsident) Sarmiento ernannten ihn zum Direktor des Museums von Buenos Aires (heute Nationalmuseum von Buenos Aires), von wo Burmeister intensiv Klassifizierung und Dokumentierung von Fossilien und der Veröffentlichung von zahlreichen Arbeiten befasste. Zu den herausragenden Fakten des wissenschaftlichen Schaffens von Burmeister gehören die Gründung der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba und seine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Florentino Ameghino aufgrund der Darwinschen-Evolutionstheorie.
Die Nationale Wissenschaftsakademie von Córdoba, gegründet von Burmeister auf Initiative von Präsident Sarmiento (1869).
Burmeister lud mehrere ausländische Professoren (vorwiegend Deutsche) ein, um in der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba zu arbeiten. Unter ihnen befanden sich so bedeutende Fachleute wie Friedrich Wilhelm Karl Berg, Paul Günther Lorentz, Alfred Stelzner, Ludwig Brackebusch und die Brüder Döring..
Mitglieder der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba (1876): (stehend, v.l.n.r.): der deutsche Botaniker Georg Hans Emmo, der deutsche Geologe und Mineraloge Ludwig Brackebusch, der deutsche Zoologe, Chemiker und Geologe Adolf Döring und der deutsche Physiker Carl Schulz-Sellack. Sitzend (v.l.n.r.): der niederländische Zoologe H. Weyenberg, der mährische Mathematiker F. Latzina und der deutsche Physiker und Mathematiker Oscar Döring.
Friedrich Wilhelm Karl (oder Carlos) Berg,
deutscher Zoologe
(02.04.1843-19.01.1902)
Berg, ein junger deutscher Zoologe mit einer bereits beachtlichen Wissenschaftslaufbahn in Riga, lehrte Zoologie in Córdoba und Buenos Aires und bereiste Argentinien auf mehreren Expeditionen, in denen er die lokale Tierwelt erforschte und dokumentierte und sich dabei auf das Studium von Insekten spezialisierte. Berg ließ sich in Argentinien nieder und übernahm den Posten von Burmeister als Direktor des nun Nationalmuseums von Buenos Aires nach dessen Tod (1892).
Paul Günther (oder Pablo) Lorentz,
deutscher Botaniker, Mikologe und Algologe
(30.08.1835-06.10.1881)
Bild mit freundlicher Genehmigung der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba.
Paul Lorentz übernahm den Lehrstuhl Botanik in Córdoba und unternahm Expeditionen in den Norden der Region Litoral und nach Patagonien. In Letztgenannte (der bekannten "Conquista del Desierto" -"Eroberung der Wüste"-) war Lorentz zusammen mit dem Zoologen Adolf Döring, dem Probenzoologen Friedrich Schultz und dem Naturwissenschaftler Gustav Niederlein (alle waren Deutsche und Mitglieder der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba) Mitglied des Wissenschaftskorps, das an der Expedition teilnahm. Seine botanischen Studien und Sammlungen erwiesen sich als sehr wertvoll für die spätere Kenntnis und Klassifizierung der argentinischen Pflanzenwelt. Lorentz sollte sich ebenso in Argentinien niederlassen und sein Mitarbeiter Georg Hans Emmo ihn im Fach Botanik nachfolgen..
Georg Hans Emmo (oder Jorge Hieronymus),
deutscher Botaniker
(15.02.1845-18.01.1921)
Bild mit freundlicher Genehmigung der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba.
Jorge Hieronymus war 1862 nach Argentinien gelangt und erwies sich sofort als ein begeisterter Fachmann der Pflanzenwelt. Er nahm an einer Expedition in den Nordwesten Argentiniens teil und brachte mit seinem Mentor Lorentz eine bedeutende Sammlung von argentinischen Pflanzen zusammen, die beide dem Botaniker August Grisenbach in Göttingen zukommen ließen..
Alfred (oder Alfredo) Stelzner, deutscher Geologe und Mineraloge (20.12.1840-25.02.1895) und das Rhodochrosit.
Bild mit freundlicher Genehmigung der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba.
Seinerseits förderte Alfred Stelzner in Argentinien die Fachgebiete Geologie und Mineralogie. Er erforschte die Bergzone Sierras de Córdoba und beschrieb die Existenz eines Halbedelsteins in Catamarca, der später zum Nationalstein Argentiniens wurde: das Rhodochrosit oder "Rose des Inkas".
Ludwig (oder Luis) Brackebusch, deutscher Geologe und Mineraloge (04.03.1849-02.06.1906) und das Brackebuschit. Bilder von Stefan Wolfsried und mit freundlicher Genehmigung der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba
Ludwig Brackebusch ersetzte Stelzner als dieser nach Deutschland zurückkehrte (1875) und setzte seine Arbeit fort. Er übernahm das Fach Mineralogie an der Nationalen Universität von Córdoba und die Leitung des Museums der Mineralogie (heute Museum der Mineralogie und Geologie "Dr. A. Stelzner"), und erarbeitete die erste wissenschaftliche Landkarte mit Beschreibung der argentinischen Mineralien. Ein in den Sierras de Córdoba entdecktes Mineral trägt heute seinen Namen: das Brackebuschit.
Oscar Döring (1844-04.01.1917) und sein Bruder Adolf (oder Adolfo) Döring (22.01.1848-19.02.1925)
Bilder mit freundlicher Genehmigung der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba.
Mit Brackebusch kamen auch zwei Wissenschaftlerbrüder nach Argentinien, Oscar und Adolf (oder Adolfo) Döring, die sich in Argentinien niederließen. Der Erste war ein bedeutender Physiker und Mathematiker, der wichtige Wetter- und Magnetismusbeobachtungen durchführte. Sein Bruder Adolf war Zoologe, Chemiker und Geologe und unternahm Expeditionen in die Regionen Córdoba und Patagonien (an der er als wissenschaftliches Expeditionsmitglied in der "Campaña del Desierto" -"Eroberung der Wüste"- teilnahm). Seine Werke umfassen u.a. Studien der Wasserschichten und der Sedimentgesteine.
Wilhelm (oder Guillermo) Bodenbender, deutscher Geologe (02.07.1857-20.04.1941) (links) und Friedrich (oder Federico) Kurtz, deutscher Botaniker (1854-1921).
Bilder mit freundlicher Genehmigung der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba.
Aber die Welle der "deutschen Wissenschaftler" ging weiter: 1887 wurden der Geologe Wilhelm (oder Guillermo) Bodenbender und der Botaniker Friedrich (oder Federico) Kurtz von der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba zur Erforschung des Nordwestens Patagoniens geschickt. Dort stellten beide eine Pflanzensammlung von über tausend Exemplaren sowie zahlreichen Fossilien aus dem Jura-Zeitalter zusammen. Auch sie sollten in Argentinien bleiben.
Als Brackebusch nach Deutschland zurückkehrte, folgte ihm Bodenbender 1891 als Geologie- und Mineralogieprofessor in der Nationalen Universität von Córdoba, wo er sich als ausgezeichneter Fortsetzer der Werke von Stelzner und Brackebusch erwies. Bodenbender wurde Mitglied der Deutschen Geologischen Gesellschaft (1889), wo er (obwohl am Anfang nur auf deutsch und für deutsche Zeitschriften) allmählich anfing, auf spanisch zu arbeiten und häufig für die Veröffentlichungen der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba selbst zu schreiben. Er vervollständigte die wichtigen Archive seiner Vorgänger Stelzner und Brackebusch bezüglich der Geologie des Zentrums und Nordwestens Argentiniens u. a. mit Daten über Metallogenie und Unterwasserschichten.
Seinerseits übernahm Friedrich (oder Federico) Kurtz 1884 das Fach Botanik in der Nationalen Universität von Córdoba, wo er in der Lage war, die Werke von Lorentz und Hieronymus fortzusetzen. Er war außerdem mit den Wissenschaftlern Francisco Pascasio Moreno, Florentino Ameghino und Eduardo Ladislao Holmberg (Mitglied einer bedeutenden Familie von argentinischen Wissenschaftlern österreichischer Herkunft), befreundet, mit dener er eine interessante Forschungsreise in den Chaco machte (1885).
Wie viel verdankt die argentinische Wissenschaft diesen hervorragenden Deutschen! Zu einem Zeitpunkt, als Argentinien mit Erfolgen und Fehlern zu entstehen begann, haben sie beigetragen, den Bodens und die Tier- und Pflanzenwelt des jungen Nationalstaates kartographisch zu systematisieren und zu vervollkommen. Heute rufen ihre Namen in der Nationalen Wissenschaftsakademie von Córdoba weiter Respekt und Bewunderung hervor. Es sind Burmeister und seine Wissenschaftler...
Fangio - Wir gedenken einem Weltmeister
An einem 17. Juli verließ uns für immer der große Juan Manuel Fangio ("El Chueco"), fünfmaliger Formel-1-Weltmeister (1951, 1654, 1955, 1956, 1957) und einer der besten Rennfahrer aller Zeiten. Aus jenem Grund wurde der 17. Juli in Argentinien zum Nationalen Tag des Autofahrens erklärt.

Juan M. Fangio
(24.06.1911-17.07.1995)
Fangio war ein Gentleman auf den Pisten und ein hervorragendes Beispiel für sportliches Verhalten und Teamarbeit für mehrere Generationen von Argentiniern, die immer mit großer Hochachtung seiner gedenken. Aus diesem Grund wird sein Name für immer zu den Großen des argentinischen Sports gehören.
Danke, Fangio, für dein gutes Beispiel!
Tag der Unabhängigkeit
Nach der Mairevolution (1810) begann das argentinische Volk seinen Unabhängigkeitskrieg, und die damaligen Vereinten Provinzen des Rio de la Plata erprobten diverse Regierungsformen. Schließlich wurde die lang ersehnte Unabhängigkeit durch einen in der Stadt San Miguel de Tucumán extra konstituirten Kongress (9. Juli 1816) erklärt.

Der Kongress von Tucumán eklärt die argentinische Unabhängigkeit (09.07.1816)

Die Akte der Unabhängigkeitserklärung, verfasst auf Spanisch und Quechua.
Aus diesem Grund feiert Argentinien am 9. Juli seinen Tag der Unabhängigkeit. Die Botschaft möchte deswegen erneut mit allen unseren Freunden in Deutschland einen Nationalfeiertag ins Gedächtnis zurückrufen. Es lebe die Unabhängigkeit!
"Seht bloß, es sind die Farben des Himmels..."

Am 27. Februar 1812 wurde am Ufer des Paraná-Flusses zum ersten Mal die argentinische Fahne emporgezogen. General Manuel Belgrano ließ die Nationalflagge in Anwesenheit einer kleinen Volksmenge vor seiner Truppe hissen..

Manuel Belgrano (03.06.1770-20.06.1820),
Schöpfer der argentinischen Nationalfahne.
Und es war am 20. Juni 1820, als Belgrano, der große Patriot, Ökonom, Anwalt und Mitglied der Ersten Regierung, Militär des Unabhängigkeitskrieges, Freund von San Martín und Güemes und Diplomat, aufhörte, dem Vaterland alles zu geben, was ihn ausmachte. Deshalb wird an diesem Tag in Argentinien der Tag der Fahne begangen.

Foto (Detail): Escuela nº 83 "Juan Arzeno" - Provinz Santa Fe
In den argentinischen Schulen ist es eine Ehre für die Schüler, Fahnenträger zu sein oder die Nationalfahne als Eskorte zu begleiten. Zu diesem Zweck wird eine Auswahl zwischen den Schülern mit Verdiensten und Qualitäten in puncto gute Kameradenschaftlichkeit, Fleiß, Lernbereitschaft u.a., sowie mit guten Noten getroffen..
Noch ein erfolgreicher Argentinier deutscher Herkunft
Ernesto Tornquist war einer der erfolgreichsten argentinischen Unternehmer, Siedler und Pazifist.

Ernesto Tornquist
(31.12.1842-17.06.1908)
Sein Vater war Deutscher (schwedischer Herkunft) und seine Mutter Argentinierin, und Tornquist behielt immer seine germanischen Wurzeln: in Argentinien besuchte er erst die Deutsche Handelsschule (Escuela Alemana de Comercio), und setzte seine Studien in Krefeld (Deutschland) fort. Zurück in Argentinien, gründete Tornquist ein bedeutendes Familienunternehmen (dessen Aktivitäten heute noch andauern) das sich bald vielfaltigen Tätigkeiten widmete, darunter u. a. Importen von Manufakturen, Exporten von landwirtschaftlichen Produkten, Unternehmungen in der Forstwirtschaft, im Eisenbahnwesen, in der Erdölwirtschaft, im Schiffbau, im Gießereiwesen und dem Bierbrauen.
Als Gutsbesitzer erwarb Tornquist Land im Süden der Provinz Buenos Aires, wo er mit deutschen Einwanderern eine erfolgreiche landwirtschaftliche Siedlung schuf, die später zur Stadt Tornquist wurde (1883).

Ernesto-Tornquist-Denkmal im gleichnamigen Park, Stadt Tornquist.
Imagen: www.ditur.com.ar
Tornquist war außerdem Vertreter der deutschen Krupp-Gruppe in Argentinien und erwies sich als überzeugter Pazifist, der sich aktiv für den Frieden zwischen Argentinien und seinen Nachbarn Brasilien und Chile einsetzte.
Im Gedenken an diesen bedeutenden Sohn Deutschlands und Argentiniens, der so viel getan hat, beehrt sich die Botschaft, ihm diese kleine Ehrbietung zu leisten.
Argentinische Schriftsteller
Am 13. Juni wird in Argentinien der Tag des Schriftstellers begangen, als Gedenken an den Geburtstag des Essayisten und Dichters Leopoldo Lugones.

Leopoldo Lugones
(13.06.1874-18.02.1938)
Unser Land hat bedeutende Literaten hervorgebracht, von denen wir uns einige vorzustellen erlauben:

Einer der größten Literaturexponenten des 20. Jahrhunderts: Jorge Luis Borges (24.08.1899-14.06.1986) (links). Daneben der "Meister der Kurzerzählung" Julio Florencio Cortázar (26.08.1914-12.02.1984).

Das "Gaucho-Genre" kultivierten José Hernández (10.11.1834-21.10.1886) (links, Autor des "Martín Fierro"), Ricardo Güiraldes (13.02.1886-08.10.1927) (Mitte, Autor des "Don Segundo Sombra") und Rafael Obligado (27.01.1851-08.03.1920) (Autor des "Santos Vega").

Roberto Arlt (26.04.1900-26.07.1942) (links, ein bedeutender argentinischer Schriftsteller deutscher Herkunft) und Alfonsina Storni (29.05.1892-25.10.1938).

Die Schwestern Victoria Ocampo (07.04.1890-27.01.1979) und Silvina Ocampo (28.07.1903-14.12.1994).

Manuel Mujica Láinez (11.09.10-21.04.1984) und Adolfo Bioy Casares (15.09.1914-08.03.1999).

Gegenwartsschriftsteller: Tomás Eloy Martínez (16.07.1934-31.01.2010), Journalist und Autor. Rechts, der Physiker, Forscher und Schriftsteller Ernesto Sábato (24.06.1911-).
Sie und viele andere... mit Stolz stellen wir sie heute vor, und nutzen die Gelegenheit, um zur Aktualisierung der argentinischen Literatur auf der Frankfurter Buchmesse 2010 (auf der Argentinien als Ehrengast teilnehmen wird). einzuladen
Der Gelehrte ("Perito") Francisco P. Moreno
Am 31. Mai 1852 wurde Francisco Pascasio Moreno geboren, ein angesehener argentinischer Naturwissenschaftler.
![]()

Francisco P. Moreno
(31.05.1852-22.11.1919)
Er war ein hervorragender Fossiliensucher sowie ein bedeutender Forscher des damals fast unbekannten Patagonien, und wirkte als Sachverständiger in der argentinisch-chilenischen Grenzziehung in dieser südlich gelegenen Region mit.

![]()
Eine der größten Tourismuswunder Argentiniens, 1877 von Moreno entdeckt und mit seinem Namen getauft: der Gletscher Perito Moreno.
Es ist eine Ehre für diese Botschaft, Dr. Moreno, der neben anderen Tätigkeiten außerdem sein Leben lang Direktor des Naturhistorischen Museums von La Plata war und der Pfadfinderbewegung in Argentinien zur Durchsetzung verhalf, an seinem Geburtstag zu gedenken.
"Die Sonne des 25. ist am Aufgehen..." - 25. Mai
Es war das Jahr 1810, und das alte Vizekönigreich Rio de la Plata schien auf den geeigneten Zeitpunkt zu warten. Und der Moment kam: am 19. Mai begann eine patriotische Bewegung während der sogenannten "Mai-Woche" oder "Mai-Revolution", die am 25. Mai zur Errichtung der ersten aus "Criollos" (Einheimischen) bestehenden Regierung führte. Somit begann Argentinien den Weg in Richtung Unabhängigkeit, die schließlich 1816 erklärt wurde.
![]()

Der Cabildo (altes Rathaus) von Buenos Aires, wo am 25. Mai 1810 die erste Regierung gebildet wurde.

Die 9 Mitglieder der ersten Regierung.
An jedem 25. Mai wird in Argentinien die Bildung der ersten Regierung gefeiert, die zusammen mit der Unabhängigkeitserklärung im Monat Juli zu den wichtigsten Nationalfeiertagen zählen.
Die Botschaft begeht diesen Feiertag ebenfalls gemeinsam mit allen Freunden in Deutschland. Es lebe der 25. Mai 1810!
"Wir haben gemeinsame Seehelden..."
Als Argentinien als Nationalstaat entstand, "entliehen" mehrere Länder dem Land ihre Söhne, die den Entstehungsprozess unterstützten. Unter ihnen waren der Ire Guillermo Brown, der Malteser Juan Bautista Azopardo und der Franzose Hipólito Bouchard, einige der führenden Kräfte beim Aufbau der argentinischen Marine.
![]()

Zum Gedenken an diese berühmten Seeleute erweist die Botschaft ihnen diese kleine Ehre und möchte gleichzeitig drei befreundete Länder grüßen und ihnen danken: Go raibh maith agat, Éire! Grazzi hafna, Malta! Merci beaucoup, France! Danke für diese gemeinsamen Seehelden!
Gedenken an Dr. Favaloro
Es war im Monat Mai 1967, als Dr. René Favaloro die Technik des "By-Passes" für Herzchirurgie entwickelte und somit eine Behandlung einleitete, die weltweit viele Leben rettet.

Dr. René G. Favaloro "By-Pass"-Technik
(12.07.1923-29.07.2000) Bild: Tuotromedico.
Dieser angesehene argentinische Arzt, geboren in der Stadt La Plata und Adoptivsohn des Dorfes Jacinto Aráuz (Provinz La Pampa) in dem er als Landarzt wirkte, war außerdem ein großer Intelektueller, Erzieher, Schriftsteller und Fußballfan.
Sein beispielhaftes Leben wurde durch einen tragischen Tod beendet. Sein persönliches und berufliches Erbe jedoch bleibt erhalten, vor allem die Favaloro-Stiftung, die heute noch Ärzte ausbildet und Leben rettet.
15. April - Nationaler Tag des Schachspiels
Am 15. April 1910 wurde Miguel Najdorf geboren, argentinischer Schach-Großmeister, mehrere Jahre lang einer der zehn besten Schachspieler der Welt.

Miguel Najdorf, Internationaler Großmeister
(15.04.1910-04.07.1997)
Fotos: Noticias Chessbase.
Dieser aus Polen stammende Großmeister beherrschte acht Sprachen und gewann 52 internationale Schachspielturniere. Besonders zeichnete sich er beim Blind-Simultan-Schach aus, bei dem er dreimal den Weltrekord brach (den letzten im Jahre 1950, gegen 250 Schachbrette).
Zur Erinnerung an sein Geburtsdatum wurde in Argentinien der 15. April zum Nationalen Tag des Schachspiels erklärt.
Der Mate (argentinischer Tee)
Sollte Ihnen in Argentinien jemand einen Mate anbieten, so bedeutet dies: "Sei willkommen, Freund, geselle dich in die Gruppe. Du bist akzeptiert." Ja natürlich, der Mate, dieses typisch argentinische Aufgussgetränk, kann zwar auch alleine genossen werden, ist im Wesentlichen jedoch eine Form des Zusammenseins und der Begleitung, in den sogenannten "Mate-Runden" mit Freunden.

Wie trinkt man Mate: er wird mit einer "Bombilla" (Trinkröhrchen) gesaugt.

Der Mate ist eine typisch argentinische Sitte: ein "matetrinkender" Gaucho.
Mate wird heiß getrunken (obwohl es eine kalte Variante gibt, den "Tereré") und besitzt einen Codex: zum Beispiel, derjenige, der ihn vorbereitet und serviert (genannt "Cebador") muß als Erster trinken. Wieso? Weil er sich vergewissern muß, dass der Mate gut ist. Noch etwas: sollte sich derjenige, der Mate bekommt, bedanken, so sollte er es besser durch höfliches Kopfnicken ausdrücken. Wieso? Wenn er "danke" sagt, bedeutet dies nämlich "danke, ich will nicht mehr". So wird der Mate dem "Cebador" zurückgegeben und dieser setzt die Runde fort.

Der Mate besitzt ein Ritual und eine Menge Symbolik. Sie zu entdecken lohnt sich.
Ist Mate für Verliebte? Na klar! Es ist überliefert, dass die Art in der ein Mädchen seinem Angebeteten den Mate anbot, das Maß seiner Gefühle zu ihm zum Ausdruck bringt. Kalter Mate = Verachtung. Mate mit Kaffee = Ärger ist vergeben. Süßer Mate = Freundschaft. Sehr süßer mate = Liebe und Lust aufs Heiraten. Sehr süßer und heißer Mate = Liebe und Leidenschaft. Und so gibt es weitere lustige Deutungen..
Der Mate ist Teil unserer Kultur, und für uns Argentinier ist es ein Stolz und eine Ehre, ihn mit unseren Freunden und Gästen zu teilen, woher sie auch kommen mögen. "Mate-ieren" wir?
10. April - Tag des Wissenschaftlichen Forschers
Am 10. April 1887 wurde Dr. Bernardo Alberto Houssay, genialer Forscher und Lehrer anderer großen Wissenschaftler, geboren. Er war Pharmazeut und Arzt und gründete das Institut für Physiologie (Universität Buenos Aires, 1919), und wurde zum angesehenen Förderer dieser Wissenschaftsdisziplin in unserem Land. Als Anerkennung für seine Werke erhielt er den Nobelpreis für Medizin (1947).

Dr. Bernardo A. Houssay, Nobelpreisträger für Medizin
(10.04.1887-21.09.1971)
Foto: UCM.
Er wurde zum ersten Vorsitzenden des Nationalen Rates für Wissenschafts- und Technikforschung (CONICET) ernannt und hatte die Ehre zu erleben, wie einer seiner Schüler selbst den Nobelpreis errang: Luis F. Leloir (Chemie -1970-).
Zum Gedenken an die Laufbahn von Dr. Houssay wurde in Argentinien der Geburtstag zum Tag des Wissenschaftlichen Forschers erklärt. Aus Anerkennung für diesen Meister der Wissenschaft und sein Erbe beglückwünscht diese Botschaft alle wissenschaftlichen Forscher an diesem Tag und spricht ihnen ihre Bewunderung aus.
Gedenken an Lehmann-Nitsche
Robert Lehmann-Nitsche war ein bedeutender deutscher Ethnologe, Anthropologe, Folklorist und Arzt, der sein Bildungs-, Forschungs- und Dokumentatioswerk in unserem Land leistete.

Robert Lehmann-Nitsche
(09.11.1872-09.04.1930)
Lehmann-Nitsche verbrachte zu Anfang des 20. Jahrhunderts fast dreißig Jahre in Argentinien und nahm wie kein anderer die Realitäten dieses Landes wahr, das allmählich anfing, auf Grund der Einwanderung und der Vermischung mit den "Criollos" und Ureinwohnern sein "Rassenschmelztopf"-Gepräge zu entfalten. So konnte er die Herausbildung von vielen heute für typisch argentinisch gehaltenen Dingen dokumentieren, wie zum Beispiel die Sprache mit ihrem Akzent, die typischen Tänze (Tango, Milonga) und Musikinstrumente, und das Phänomen der Einwanderung und des Zusammenlebens verschiedener Kulturen fotografieren sowie die indianischen Ureinwohner und deren Sprachen studieren.

Dr. Lehmann-Nitsche in einer Expedition in Feuerland.
In dem Monat, in dem er uns für immer verliess, möchte die Botschaft diesem deutschen Freund und "Chronisten des Argentinischen" gedenken.
"Der erste Chronist unserer Geschichte war deutscher..."

Ulrich (oder Ulrico) Schmidl
(1510-1580/1581)
Imagen: www.straubing.de
Ulrich Schmidl von Straubing war ein deutscher Landsknecht und Reisender, der an der Expedition des Spaniers Pedro de Mendoza am Rio de la Plata teilnahm und dort die erste Gründung der Stadt "Heilige Maria des Guten Windes" ("Santa María del Buen Aire" -Buenos Aires-) miterlebte und dokumentierte (1536).

Buenos Aires nach ihrer ersten Gründung (1536).
Zeichnung von U. Schmidl, der in seiner Aufzeichnung den fonetischen Namen "Wonnas eireß" benutzte.
Nach der Zerstörung der Siedlung durch einen Indianerangriff nahm Schmidl an der spanischen Eroberung von Paraguay teil und kam bis zur Chaco-Region auf der Suche nach dem mythischen Silbergebirge ("Sierra de Plata").
Zwanzig Jahren lang reiste Schmidl durch Südamerika und dokumentierte seine Erlebnisse, dann kehrte er nach Deutschland zurück und veröffentlichte seine Aufzeichnungen in einem Buch ("Wahrhafftige Historien einer wunderbaren Schiffahrt" ist eine der bekanntesten Verfassungen auf deutscher Sprache).
Es ist eine Ehre für diese Botschaft, diesem ersten Chronisten des Rio de la Plata zu gedenken, der wie kein anderer die Erwartungen und Beschwerlichkeiten seiner Reisen, das Verhältnis der "Conquistadores" zu den Indianern, deren Gewohnheiten sowie die Gründung zweier Städte (die später zur Hauptstädte Argentiniens und Paraguays wurden) beschrieb.
8. März - Internationaler Frauentag
Um alle Frauen an ihrem Tag zu ehren, wollen wir einiger berühmter argentinischer Frauen gedenken, deren inspirierende Namen bis heute nachhaltig im Gedächtnis geblieben sind: Oberstleutnant Juana Azurduy, die große bolivianisch-argentinische Kämpferin im Unabhängigkeitkrieg; Mariquita Sánchez de Thompson, Augenzeugin und Chronistin der Anfänge des Vaterlandes; Eva Duarte de Perón, emblematisch und umstritten, ohne Zweifel eine argentinische Ikone des 20. Jahrhunderts; sowie der Ärztinnen Dr. Alicia Moreau de Justo und Dr. Elvira Rawson de Dellepiane, große Verfechterinnen der Frauenrechte.

Juana Azurduy (12.07.1780-25.05.1862), Mariquita Sánchez de Thompson
(01.11.1786-23.10.1868), Eva Duarte de Perón (07.05.1919-26.07.1952)

Dra. Alicia Moreau de Justo (11.11.1885-12.05.1986), Dra. Elvira
Rawson de Dellepiane (19.04.1867-04.06.1954)
An allen Frauen und Mädchen der Welt, möge euer rechtmäßiger Platz anerkannt und eure Würde respektiert werden! Herzlichen Glückwunsch!
Tag der Argentinischen Antarktis: "Vor 106 Jahren..."
... wurde auf der Insel Laurie (Süd-Orkney-Inseln) die argentinische Station Orcadas eröffnet (22. Februar 1904), die somit zur ersten (und für über 40 Jahre zur einzigen) ständig bewohnten Antarktisstation der Welt wurde.

Gründung der Station Orcadas (1904) und Station Orcadas heute, mit Zügelpinguinen im Vordergrund.
Mit freundlicher Genehmigung der Besatzung 2010 Station Orcadas.
Heute noch arbeitet die Orcadas-Station ununterbrochen zusammen mit weiteren fünf Ganzjahresstationen und sieben Sommerstationen Argentiniens auf der Antarktis. Zur Erinnerung an ihre Eröffnung wurde der 22. Februar zum Tag der Argentinischen Antarktis erklärt. Herzlichen Glückwunsch!

Lage der Station Orcadas (grünes Rechteck).
Klicken Sie zum Vergrößern
Für weitere Information über die argentinischen Antarktistätigkeiten:
Karneval in Argentinien
Wusstest Du, dass die Kinder in Argentinien den Karneval nicht nur mit Verkleiden, sondern auch mit dem Scherz, mit Wasser gefüllte Luftballons zu werfen, binden? Dies ist so, weil Februar ein Sommerferienmonat ist. Wenn Du einen Karneval mit typisch argentinischem Flair erleben willst, musst Du wissen, dass es hauptsächlich zwei davon gibt, die aber eines gemeinsam haben: Verkleidung, Spektakel, Musikumzüge (Komparsen und Korsos) und vor allem Lust auf Spaß!

Beim farbenfrohen "Carnaval norteño" (typisch in den Provinzen Salta und Jujuy) "wird der Karnevalsteufel aus- und wieder eingegraben", wie bei den Ureinwohnern. Fotos: Portal de Argentina und Jujuy en letras.

Im "Carnaval litoraleño" erlebt man große Nachtparaden, mit Tanz und üppigen Kostümen. Vor allem die Provinzen Entre Ríos und Corrientes sind wegen ihrer Karnevalstradition berühmt. Fotos: Jorge González (welcomeargentina.com).
Besuche Argentinien während des Karnevals!
Gedenken an einen Helden des "Gaucho-Krieges"
Im Rahmen des argentinischen Unabhängigkeitskrieges wurde im Norden des Landes ein heldenhafter Kampf ausgetragen, wobei die tapferen Gauchos mit der Unterstützung des Volkes immer wieder die feindlichen Invasionen zurückschlugen. Diese Episode ging als "Gaucho-Krieg" in die Geschichte ein.
Es war Martín Miguel de Güemes, der zuerst ein Gaucho-Regiment formierte und später, als Gouverneur der Provinz Salta, eine effektive Miliz und "Guerrilla" organisierte, mit denen es ihm gelang, den Norden Argentiniens mit Erfolg zu verteidigen.

Martín Miguel de Güemes (08.02.1785-17.06.1821) und seine Gauchos.
Bild: Portal de Salta.
Güemes litt unter der Bluterkrankheit und starb infolge einer Schußverletzung, seine Gauchos jedoch führten den Kampf bis zum Ende siegreich weiter.
Im Monat von Güemes´ Geburtstag wollen wir diesem wichtigen Helden des argentinischen Unabhängigkeitskrieges und seinen Gauchos gedenken.
Der deutsche Flieger von Feuerland
Spricht man in Argentinien über zivile Luftfahrt, so verdient Gunther Plüschow, ein kühner deutscher Flieger, der sich in den Süden unseres Landes verliebte, eine spezielle Erwähnung.

Gunther Plüschow
(08.02.1886-28.01.1931)
Plüschow war Flieger, Seefahrer, Schriftsteller, Fotograf und Filmemacher mit einem bereits großen Abanteuerregister, bevor er 1925 in die "argentinische Südsee" aufbrach. Von Deutschland aus fuhr er mit dem Schiff nach Feuerland, besuchte dabei mehrere Orte in Südamerika und dokumentierte diese Fahrt in einem Film und in seinem Buch "Segelfahrt ins Wunderland".
1928 kehrte Plüschow nach Argentinien zurück, um seinen Traum, Feuerland per Flugzeug zu erreichen, zu verwirklichen. So eröffnete er den Luftpostverkehr zwischen Punta Arenas (Chile) und Ushuaia (Argentinien).

Gunther Plüschow mit Ingenieur Ernst Dreblow, seinem Co-Piloten und Freund, und dem Flugzeug "Silberkondor".
Unten: "3. Dezember 1928, Gunther Plüschow, Pionier der deutschen Luftfahrt, gelingt es zum ersten Mal, mit einem Flugzeug die Stadt Ushuaia zu erreichen". Bild mit freundlicher Genehmigung von Roberto Litvachkes.

Aufgrund dieser Reise entstanden sein Buch "Silberkondor über Feuerland" (1929) und ein Dokumentärfilm.
Mit der wertvollen Hilfe von Ingenieur Ernst Dreblow setzte Plüschow die Lufterkundung des Südens von Argentinen mit Foto- und Filmaufnahmen fort, bis zum tragischen Tod der beiden bei einem Flugunfall über dem See Lago Argentino (Provinz Santa Cruz).
Diesem gemeinsamen Helden von Deutschland und Argentinien zu Ehren, dem wir mit besonderer Bewunderung und Zuneigung gedenken, nehmen wir diese einfache, aber ehrenvolle Würdigung vor.
Der Maler von La Boca
Benito Quinquela Martín war ein großer argentinscher Maler, hauptsächlich berühmt für seine Darstellungen des Hafens von Buenos Aires, im Viertel La Boca.
Er wußte wie kein anderer den Geist des Hafens, in dessen Nähe er selbst aufgewachsen war und gearbeitet hatte, wahrzunehmen. Heute wird Quinquela Martín in Argentinien als der Hafenmaler par excellence angesehen.

Benito Quinquela Martín (01.03.1890-28.01.1977). Links eines seiner Werke: "Barcas en la Boca" ("Kähne in La Boca") (1938), Ölmalerei auf Tuch.
Bild: Los Coleccionistas Pintura Argentina..
Es ist hervorzuheben, dass das bekannte "Caminito" ("kleiner Weg") von La Boca, heute eine Touristenatraktion, auf eine Initative der Nachbarschaft unter der Führung von Quinquela Martín zurückgeht. Diese machten daraus eine "Museumsstraße" auf der heute noch die Künstler ihre Werke ausstellen.

"Caminito", in Buenos Aires.
Leloir - Nobelpreisträger für Chemie
Luis Federico Leloir war ein hervorragender argentinischer Arzt und Biochemiker, der wegen seiner Entdeckung der Funktion der Zuckernukleotide im Zellmetabolismus mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet wurde -1970-.

Luis F. Leloir, Nobelpreisträger für Chemie
(06.09.1906-17.12.1987)
Foto: www.nobel-preis.com
Leloir studierte Medizin an der Universität von Buenos Aires (UBA) und war Schüler von Dr. Houssay (Nobelpreisträger für Medizin 1947). Er setzte seine Studien in Cambridge fort und spezialisierte sich auf das Studium der Kohlenhydrate. Zurück in Argentinien arbeitete er wieder mit Dr. Houssay und leitete den Forschungsinstitut für Biochemie der Campomar-Stiftung ("Instituto de Investigaciones Bioquímicas de la Fundación Campomar", heute Leloir-Institut genannt), wo er weiterhin Laborforschungen betrieb und sich der Ausbildung junger Universitätsstudenten für die wissenschaftliche Forschung sowie der Schaffung von Anreizen dafür widmete und vorantrieb.
Diese Botschaft möchte Dr. Leloir in dem Monat, in dem uns dieser hervorragende Forscher und Impulsgeber der Wissenschaft für immer verließ, ehren. Danke, Dr. Leloir, für Ihr Erbe und Beispiel!
Tag des Tangos
Als ob die Vorsehung es so gewollt hätte! An einem 11. Dezember wurden zwei große Exponenten des Tangos geboren: Carlos Gardel (1890) und Julio de Caro (1899), und so ist es nur mehr als gerecht, dass an diesem Tag in Argentinien der Nationale Tag des Tangos begangen wird.

Carlos Gardel (11.12.1890-24.06.1935) und Julio de Caro (11.12.1899-11.03.1980)
Fotos: Pasos de Tango und Samytango.
Jeder von ihnen gab dem Tango etwas Unverwechselbares: Julio de Caro ("die Musik") war ein großer Komponist und schuf mehrere der besten Tangos, darunter "Tierra querida" und "Boedo". Der unvergessliche Carlos Gardel wiedreum ist bis zum heutigen Tag zur "Stimme" des Tangos "par excellence" geworden.
Der Tango... dieser leidenschaftliche Tanz, typisch Hafenstadt Buenos Aires und dennoch ganz Argentinien identifizierend... hat auch seinen speziellen Gedenktag.

Es lebe der Tango!
Bild: "Tango Argentino II", von Pedro Álvarez.
Für weitere Informationen, klicken Sie hier!
Brüder Ameghino
"Die Brüder seien fest vereint..." besagt ein bekannter Spruch des Gedichtes "Martín Fierro", und tatsächlich konnten Florentino und Carlos Ameghino eine Gesellschaft von naturwissenschaftlichen Brüdern nur mit den Einnahmen von ihrer Bücherei bilden. Obwohl am Anfang beide auf der Suche nach Fossilien durch Argentinien reisten, übernahm schließlich Carlos das Reisen und die Fundsuche (insbesondere in Patagonien), um Florentino alle Berichte und Fundobjekte zukommen zu lassen. Dieser stellte dann die Sammlungen und Studien zusammen und formulierte danach die geologischen und paläonthologischen Theorien.

Florentino Ameghino (18.09.1854-06.08.1911) und Carlos Ameghino (16.06.1865-12.04.1936), eine erfolgreiche Gesellschaft naturwissenschaftlicher Brüder
Der Autodidakt Florentino Ameghino tat sich als Lehrer, Paläonthologe und Anthropologe hervor, veröffentlichte viele Bücher und Berichte über ausgestorbener Säugetiere und den Menschen und trug somit beträchtlich zu den Studien über biologische und geologische Evolution bei. Carlos unterstützte ihn dabei ständig mit der Lieferung von Studienmaterial. Als 1911 Florentino starb, übernahm Carlos dessen Posten als Direktor des Nationalen Museums von Buenos Aires und verteidigte dessen Theorien.
Im Gedenken an den Geburtstag von Florentino Ameghino wird in Argentinien der Tag des Paläonthologen begangen, und diese Botschaft beehrt sich, an diese beiden Brüder, die soviel für die Wissenschaft geleistet haben, zu erinnern.
"Che (Hey!), deutscher Freund, wie schön läutet dein Instrument..."
Sollte es etwas geben, was die deutschen Einwanderer nach Argentinien mitbrachten und was wir als Unseres annehmen konnten, so ist das beliebte Bandoneon wohl das beste Beispiel.

Eine der Gemeinsamkeiten von Deutschen und Argentiniern: das Bandoneon.
Ja... dieses Instrument, das das große Meer überquerte, in unseren Häfen ankam und auf Zusammenkünften und Festen für Unterhaltung sorgte und dort auf einen anderen "bescheidenen Hoffnungsträger" traf, dessen unzertrennlicher Partner er werden sollte: den Tango.

Astor Piazzolla (11.03.1921-04.07.1992) (links) und
Aníbal Troilo (11.07.1914-18.05.1975),
zwei bedeutende Bandoneonspieler des Tangos.
Bild: Samytango.
Aber das Bandoneon blieb nicht nur in Buenos Aires, sondern erreichte -immmer mit den deutschen Einwanderern- auch die argentinische Region Litoral, wo es sich zusammen mit dem Akkordeon und der Gitarre den Indianertraditionen anschloss, um eine andere beliebte tanzbare Musik zu gestalten: den Chamamé aus Corrientes.

Mario del Tránsito Cocomarola (15.08.1918-19.09.1974),,
bedeutender Bandoneonspieler und "Vater des Chamamés".
Was soll man dazu noch sagen... danke, vielen Dank, deutsche Freunde, dass Ihr das Bandoneon mitgebracht und geteilt habt.
Tag der Tradition
Im Gedenken an den Geburtstag des Schriftstellers José Hernández, dem Autor des Meisterwerks der Gaucho-Literatur "Martin Fierro", wird in Argentinien am 10. November, der Tag der Tradition begangen.

José Hernández (10.11.1834-21.10.1886) und der erste Verlag von "Der Gaucho Martin Fierro" (1872).
Mit den Gedichten "Der Gaucho Martin Fierro" und der Fortsetzung "Die Rückkehr von Martin Fierro" gelang es Hernández, die Figur des Gauchos neu zu bewerten, und dank dessen stellt der Gaucho heute ein Nationalsymbol dar, das das argentinische Wesen ausmacht.

Martín Fierro, das Werk Hernández.
Bilder: Bildungsministerium.

Heute wird der Tag der Tradition mit den Gauchos verbunden, und ist eine schöne Gelegenheit, um dem "Sehr Unseren" zu gedenken, es zu feiern und zu erleben.
Dr. Agote und die indirekte Bluttransfusion
Es war an einem 9. November als dank der neuen Methode des argentinischen Arztes Dr. Luis Agote die erste Bluttransfusion mit Blutkonserven stattfand.

Rawson-Krankenhaus (Buenos Aires),
09.11.1914: erste indirekte Bluttransfusion.
Da bisher keine Blutkonservierungsmethode bekannt war, konnte man nur sogenannte Direkttransfusionen, mit frischem Blut, durchführen.
Es war der argentinische Arzt Dr. Luis Agote, der dieses Problem mit einer neuartigen Konservierungsmethode mittels Natriumzitrat, das die Blutgerinung verhindert, vom Organismus toleriert und schliesslich ausgeschieden wird, lösen sollte.

Luis Agote, Arzt und Forscher
(22.09.1868-12.11.1954)
Foto: Educar Argentina.
In Anwesenheit der Freunde in Deutschland beehrt sich die Botschaft, einem weiteren großen argentinischen Forscher zu gedenken, der seine Entdeckung mit der Menschheit zu Zeiten des Ersten Weltkrieges zu teilte wusste und somit zur Rettung vieler Leben beitrug.
Tag der Luftfahrt
Als die Maschinen anfingen, den Himmel zu durchqueren, schlossen sich mehrere kühne Argentinier dem Heldenepos der Geburt der Luftfahrt an und teilten die Begeisterung, Freiheit, Herausforderungen und Gefahren der ersten Piloten der Welt.

Aarón F. M. de Anchorena Jorge A. Newbery
(05.11.1877-24.02.1965) (29.05.1875-01.03.1914)
Fotos: Early Aviators und Wikipedia.
Aarón de Anchorena und Jorge Newbery überflogen als Erste den breiten Fluß Río de la Plata an Bord des Ballons "El Pampero" (1907). Später gründeten sie den "Aero Club Argentino". Zu Ehren des Geburtstages des Erstgenannten wird in Argentinien der 5. November als Tag der zivilen Luftfahrt begangen.
Ingenieur Jorge Newbery wechselte von den Ballons auf die Flugzeuge: er war der Erste, der am selben Tag (24.11.1912) den Fluß Río de la Plata im Hin- und Rückflug überquerte und dem es gelang, einen internationalen Höhenweltrekord zu brechen (1914). Er war außerdem ein großer Sportler und Wissenschaftler, der tragisch bei einem Flugunfall starb.

Carola E. Lorenzini Eduardo A. Olivero
(15.08.1899-23.11.1941) (02.11.1896-19.03.1966)
Fotos: Gdescalzo.com und Aeroespacio.
Carola Lorenzini brach den Höhenweltrekord ohne Sauerstoff (1935) und verband in einem "Raid" die damals vierzehn argentinischen Provinzen (1940). Sie wurde vor allem wegen ihrer Beherrschung des schwierigen umgekehrten "Loops" bekannt. Auch sie kam bei einem Flugunfall ums Leben.
Eduardo Olivero wiederum tat sich sowohl als Kampf- als auch als Zivilpilot hervor: er kämpfte in Italien während des Ersten Weltkrieges, und in Argentinien brach er den Weltrekord im Passagierflug (1924). Er entwickelte außerdem wichtige Verbesserungen für Hohenflüge in den Flugzeugmotoren, sowie auch in Radiogeräten. Er war der Erste, der den "Raid" New York - Buenos Aires mit Erfolg beendete (1926).

Gunther Plüschow
(08.02.1886-28.01.1931)
Und wie sollte ein großer deutscher Flieger fehlen, der in unser Land verliebt war: Gunther Plüschow, kühner Pilot des "Silberkondor", der den Süden Argentiniens erforschte und dokumentierte und dem wir im Januar ein Sonderartikel widmen werden.
Zu Ehren dieser Helden, die unter Beweis gestellt haben, dass sie beim Ersinnen neuer Möglichkeiten und Eröffnen neuer Wege beim Flugabenteuer in vorderster Seite standen, gestalten wir diese kleine Widmung zu ihrem Ehrentag.
Ein deutscher Siedler in Argentinien
Die große Einwanderung nach Argentinien wäre ohne die aktive Beteiligung tüchtiger Menschen, die mit der argentinischen Regierung zusammenarbeiteten, nicht möglich gewesen. Einer von ihnen war der Deutschschweize Wilhelm (oder Guillermo) Lehmann, der die Niederlassung vieler seiner Landsleute in Argentinen erleichterte und die Gründung von mehreren Einwanderersiedlungen in der Provinz Santa Fe förderte.

Wilhelm (oder Guillermo) Lehmann
(20.08.1840-10.10.1886)
Bild: www.rafaela.com.ar
Lehmann kam 1862 nach Argentinien und ließ sich in Esperanza (Santa Fe), einer neu gegründeten landwirtschaftlichen Siedlung, die von schweizerischen, französischen, deutschen und belgisch-luxemburgischen Einwanderern besiedelt wurde, nieder. Von dort aus sollte Lehmann seine Besiedlungsbestiebungen starten (1869).

Oben: Esperanza (Santa Fe), die erste organisierte landwirtschaftliche Siedlung Argentiniens und eines der erfolgreichsten Ansiedlungsbeispiele: alle Einwanderer wurden zu Landbesitzern. Unten, das Museum der Besiedlung ("Museo de la Colonización").
Bilder: Rathaus von Esperanza.

An der Spitze des "Guillermo Lehmann' Besielungsunternehmens" ("Empresa Colonizadora Guillermo Lehmann") gründete dieser deutsche Wegbereiter mehrere Orte im mittleren Westen von Santa Fe, unter ihnen Rafaela, heute die dritte Stadt in der Provinz und ein wichtiges Zentrum für Milchindustrie, Maschinenbau, Landwirtschaft und Tierzucht.

Stadt Rafaela heute: Lehmann-Denkmahl, auf dem gleichnamigen Boulevard.
Bild: www.rafaela.com.ar
Wussten Sie, dass Rafaela eine Städtepartnerschaft mit einer deutschen Stadt unterhält? Nämlich mit Sigmaringendorf (Baden-Württemberg), Lehmanns Geburtsstadt.
Niemals werden wir werden diesen bemerkenswerten Deutschen und die vielen anderen die sich -wie er selbst- in unserem Land niederließen und zu seinem Fortschritt beitrugen, vergessen.
Alejandro Korn, einer der "Fünf Weisen von La Plata"
Alejandro Korn war ein hervorragender argentinischer Arzt, Psychiater, Philosoph und Universitätslehrer deutscher Herkunft. Er war Sohn von Carl Adolf Körn (einem preußischen Militär und Arzt mit liberalen Ideen, der wegen seinen Wohltätigkeiten bereits von Präsident Sarmiento ausgezeichnet worden war) und der in ihm das Interesse an Kultur, Bildung, Sprachen und Politik zu wecken wusste.

Alejandro Korn
(03.05.1860-09.10.1936)
Alejandro Korn sollte nie seine germanischen Wurzeln vergessen, indem er die deutsche Sprache beibehielt und als Übersetzer mehrerer Bücher arbeitete. Er wurde Arzt und arbeitete zunächst in Navarro und Ranchos, bis er sich in La Plata niederließ, wo er Polizeiarzt und Professor im Colegio Nacional von La Plata wurde. Er beteiligte sich aktiv an der Politik und übernahm 1897 den Posten als Direktor des Provinzkrankenhauses Melchor Posse für Geisteskranke (heute Provinzkrankenhaus Dr. Alejandro Korn). Von da an widmete er sich der Psychiatrie.

Bild der Stadt Alejandro Korn (früher "Empalme San Vicente" genannt, in der Provinz Buenos Aires), Geburtsort von Dr. Korn, der seit 1964 ihm zu Ehren seinen Namen trägt.
Im pädagogischen Bereich wurde Korn Lehrer an der damaligen Provinzuniversität La Plata (heute Nationale Universität La Plata) und in der Universität von Buenos Aires, in denen er Geschichte der Philosophie unterrichtete. Als Universitätsprofessor unterstützte er die "Universitätsreform" und wurde zum ersten Universitätsbeamten Lateinamerikas, der von den Studenten ausgewählt wurde.
In der Stadt La Plata ist der Philosoph Alejandro Korn besonders als einer der "Fünf Weisen von La Plata" bekannt, gemeinsam mit dem Dichter Pedro B. Palacios ("Almafuerte"), dem Paläonthologen und Anthropologen Florentino Ameghino, dem Biologen Carlos Luis Spegazzini und dem Kriminalisten Juan Vucetich. Alle waren große Förderer der Forschung, Wissenschaft und Bildung.

"Denkmal der 5 Weisen" in La Plata. In der Mitte, Statue von Alejandro Korn, dem Philosophen.
Es ist eine Ehre für diese Botschaft, diesen Argentinier deutscher Herkunft vorzustellen und ihm im Monat seines Todes zu gedenken.
Milstein - Nobelpreisträger für Medizin
Am 8. Oktober 1927 wurde in Bahía Blanca César Milstein geboren, eine wichtige Persönlichkeit in der Biochemie.
Nach seinem Studienabschluss an der Fakultät fur Exakte Wissenschaften der Universität Buenos Aires erwarb Milstein ein Stipendium an der Cambridge-Universität (Großbritannien), wo er seine Forschungen im Bereich der Molekularbiologie fortsetzte. Als Anerkennung für seine Leistung im Zusammenhang mit Monoklonalantikörpern wurde Milstein zusammen mit Niels Jerne (Dänemark) und Georges Köhler (Deutschland) mit dem Nobelpreis für Medizin ausgezeichnet (1984).

César Milstein, Nobelpreisträger für Medizin.
(08.10.1927-24.03.2002)
Foto: Nobelprize.org
Als Annerkennung für das Leben und Werk dieses argentinisch-britischen Biochemikers möchte ihm diese Botschaft an seinem Geburtsdatum ein besonderes Gedenken widmen.
Eine einfache und geniale Erfindung
Wie bequem wäre das Schreiben, bräuchten wir dazu nicht Feder und Tinte; es muß eine einfachere Form geben! So dachte Ladislao José Biro, ein aus Ungarn stammender Argentinier, der mit seinem Partner Juan Jorge Meyne den Kugelschreiber erfinden sollte.

Ladislao J. Biro (29.09.1899-24.11.1985) und seine Erfindung.
In unserem Land wird die Kreation von Biro als eine der typisch "argentinischen Erfindungen" angesehen, und sogar der Originalname ist erhalten geblieben: anstelle vom auf Spanisch üblichen "boligrafo" nennt man den Kugelschreiber in Argentinien "birome" (Kurzform von "BIRO" und "MEyne").
Als Ehrung für Biro, der außerdem im Laufe seines Lebens weitere andere Erfindungen entwickelte, wird in Argentinien an seinem Geburtstag der Tag des Erfinders begangen, und diese Botschaft beehrt sich erneut, einen weiteren interessanten Argentinier vorzustellen.
© 2008 - 2012
