"Der erste Chronist unserer Geschichte war deutscher..."
Ulrich Schmidl von Straubing war ein deutscher Landsknecht und Reisender, der an der Expedition des Spaniers Pedro de Mendoza am Rio de la Plata teilnahm und dort die erste Gründung der Stadt "Heilige Maria des Guten Windes" ("Santa María del Buen Aire" -Buenos Aires-) miterlebte und dokumentierte (1536).
Nach der Zerstörung der Siedlung durch einen Indianerangriff nahm Schmidl an der spanischen Eroberung von Paraguay teil und kam bis zur Chaco-Region auf der Suche nach dem mythischen Silbergebirge ("Sierra de Plata").
Zwanzig Jahren lang reiste Schmidl durch Südamerika und dokumentierte seine Erlebnisse, dann kehrte er nach Deutschland zurück und veröffentlichte seine Aufzeichnungen in einem Buch ("Wahrhafftige Historien einer wunderbaren Schiffahrt" ist eine der bekanntesten Verfassungen auf deutscher Sprache).
Es ist eine Ehre für diese Botschaft, diesem ersten Chronisten des Rio de la Plata zu gedenken, der wie kein anderer die Erwartungen und Beschwerlichkeiten seiner Reisen, das Verhältnis der "Conquistadores" zu den Indianern, deren Gewohnheiten sowie die Gründung zweier Städte (die später zur Hauptstädte Argentiniens und Paraguays wurden) beschrieb.
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